Mir lief ein Schauer über den Rücken. Daniel sah mich an, als hätte er seine Mutter noch nie so sprechen hören.
Dann ertönte die Stimme seines Vaters, leise und wütend: „Mach die Sache nicht unnötig kompliziert.“
Ich bin von der Tür weggegangen. —Rufen Sie die Polizei.
Daniel rührte sich nicht.
"Daniel", flüsterte ich, diesmal lauter, "ruf die Polizei an."
Er blickte zur Tür. Dann sah er mich an. Und für einen schrecklichen Augenblick sah ich Zögern statt Angst.
Der Bolzen klapperte mit einem weiteren heftigen Knall. Das Holz splitterte in der Nähe des Rahmens.
Mein Handy leuchtete auf – eine Nachricht von meiner Mutter:
Lass sie nicht rein! Und wenn Daniel zwischen dir und der Hintertür steht, renn!
Ich schaute auf.
Daniel hatte sich bereits in den Weg gestellt.
Ich dachte, meine Mutter übertreibe, als sie mir riet, so zu tun, als sei ich pleite. Doch als die Familie meines Mannes noch vor Tagesanbruch vor meiner Tür stand, begriff ich, dass sie etwas gesehen hatte, was mir entgangen war. Was dann geschah, veränderte alles.
„Beweg es!“, sagte ich.
Daniel schluckte, seine Hände halb erhoben, als wollte er mich beruhigen. „Emily, hör mir einfach einen Moment zu.“
Eine weitere Tür knallte zu und ließ das Haus erzittern. Ihre Mutter schrie erneut meinen Namen, lauter und panischer, und ihr Vater bellte etwas, das ich nicht verstehen konnte.
Ich umklammerte das Telefon so fest, dass mir die Finger wehtaten. „Warum sind Sie hier?“
